Ministerium bestellt Umfrage: Zwei Drittel für mehr Lehrerarbeit - Erich Witzmann (Die Presse)67 Prozent der Österreicher halten die zusätzlichen zwei Unterrichtsstunden bei gleichbleibendem Gehalt für gerechtfertigt. Das ergibt eine Blitzumfrage, die im Auftrag des Unterrichtsministeriums vom Ifes-Institut erstellt wurde (500 Personen ab 16 Jahren). Eine Umfrage des Klagenfurter Humaninstituts hat ein ähnliches Ergebnis erbracht.
Einem Leser von pistipixel.at würde interessieren was die Bürger der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram davon halten. Somit ist die Monatsumfrage für März 2009 "Sollen Lehrer 2 Stunden mehr arbeiten?"
| < Zurück | Weiter > |
|---|

Kommentare
Auf dieser Seite findet jeder den es interessiert das Gehaltsschema: www2.goed.at/images/stories/gehaltstabellen _2009.pdf.
Ich habe mal meinen Stundenlohn (ohne freiwillige Mehrarbeit) ausgerechnet ich bin auf unter 10 Euro Stundenlohn gekommen -bin keine Ausnahme, arbeite aber locker 1/4 bis 1/3 Zeit mehr als ich müsste und kann das auch jederzeit belegen.
Ich liebe diese Arbeit, habe selbst zwei schulpflichtige Kinder mit erheblichen Behinderungen und kann deshalb nicht voll arbeiten - die "2 Stunden" mehr Unterrichtszeit (was für mich in der Realität auch mindestens 2 Stunden mehr Arbeit rundherum bedeuten) heißen in meinem Fall eine Lohnkürzung von etwa 9 Prozent.
Ich kann mir zu dem Thema mangels Informationen kein genaues Bild machen.
So müsste ich z.B. über die Besoldung der Lehrer Bescheid wissen. Beamtengehälter dürfen in dieser Republik aber ein gut gehütetes Geheimnis sein. Ich habe trotz langer Suche im Internet nix gefunden.
Auch die sozialen Ansprüche, Pensionsrecht, etc., müsste in eine solche Betrachtung einfliessen.
Auf der einen Seite empfinde ich es als Hohn, wenn ich lese, dass eine Lehrkraft, welche Turnen und Geographie unterrichtet, 6 Arbeitsstunden für die Vorbereitung geltend machen kann.
Andererseits erkenne ich den Beruf des Lehrers als Knochenjob, der nicht nur in der Klasse stattfindet.
Bei der Tätigkeit des Lehrers müssen wir aber auch an all die Tätigkeiten denken, welche damit im Zusammenhang stehen, wie diverseste Veranstaltungen , Ausflüge, Skikurs, Sprechtag, erzieherische Tätigkeit, etc.
Langer Rede kurzer Sinn: mangels ausreichender Information kann ich dazu keine Stellung nehmen.
Dass die Lehrer wegen ihres vielen Freizeit in der Kritik der Öffentlichkeit stehen, ist allgemein bekannt. Aber man sollte ein wenig nachdenken und sich vielleicht auch ein Bild vom Alltag in einer Klasse mit zunehmend schwierigen und verhaltensaufff älligen Kindern machen, bevor man einfach über den Berufsstand der Lehrer herzieht und behauptet:" Die sollen endlich auch einmal etwas arbeiten!"
Die Kinder bekommen keine einzige Stunde mehr Unterricht !!!
Wenn frau BM Schmiedt einsparen will, sollte sie das der Öffentlichkeit unverschleiert sagen. Aber so ist es halt typisch für die österreichische Politik.
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.