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Schloss Oberstockstall

Geschichte

1163 errichtet der Passauer Domherr Sigehard de Stochestale einen Zehenthof für die Grundherrschaft der Pfarre Kirchberg am Wagram und des Passauer Domkapitels in Oberstockstall.
1869 wurde es von der Familie Salomon erworben, die mit dem Schloss auch das Gut (den Eigenbesitz) der ehemaligen Grundherrschaft und auch das Pfarrpatronat erwarb.
1849-54 war das Schloss Oberstockstall Sitz eines eigenen Bezirksgerichtes.
Im Nordost-Trakt des Schlosses ist heute ein Spitzenrestaurant eingerichtet.

Schlossbeschreibung

Kern des Schlosses ist der im Südwesten liegende dreigeschossige Haupttrakt mit charakteristischem Treppenturm.
Bemerkenswert sind eine Sonnenuhr und das Wappen der Trenbeck am Treppenturm, sowie ein alchemistisches Sonnensymbol.
Der Treppenturm ist Teiler zwischen dem ehemaligen Pfarrtrakt (bei der Kapelle) und Verwaltungstrakt.
Rest des mittelalterlichen Baues ist die Schlosskapelle aus der Zeit um 1320, ein im wesentlichen noch voll erhaltener gotischer Bau, in dessen Sakristei die Alchemistenwerkstatt des 16. Jahrhunderts untergebracht war.
Um den zentralen Hof sind ringsum der Erweiterungstrakt im Renaissancestil und barocke Wirtschaftsgebäude angeordnet.

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